Die neue Weltordnung – Realität oder Verschwörungstheorie?

Vᴏɴ Gᴀʙʀɪᴇʟᴇ Iᴘsᴇɴ.

„Nie haben die Massen nach Wahrheit gedürstet. Von den Tatsachen, die ihnen missfallen, wenden sie sich ab und ziehen es vor, den Irrtum zu vergöttern, wenn er sie zu verführen vermag. Wer sie zu täuschen versteht, wird leicht ihr Herr, wer sie aufzuklären sucht, stets ihr Opfer.“
Gustave le Bon, französischer Arzt und Psychologe (1841-1931)

Auf dem Weg zur neuen Weltordnung?

Foto: Travis S. Taylor

Im Jahre 1978 hat eine unbekannte Person unter dem Pseudonym R.C. Christian den Auftrag für ein Monument im amerikanischen Bundesstaat Georgia erteilt. Dieses ein wenig an Stonehenge erinnernde Monument wird als Georgia Guide Stones bezeichnet. In acht Weltsprachen (Englisch, Spanisch, Suaheli, Hebräisch, Arabisch, Hindi, Chinesisch und Russisch) ist die immer gleiche „Botschaft“ in riesigen Stelen eingraviert. Die ersten drei Prinzipien oder Ziele lauten in deutscher Übersetzung: Halte die Menschheit unter 500.000.000 für ein ewiges Gleichgewicht mit der Natur. Lenke die Fortpflanzung weise – um Fitness und Vielfalt zu vervollkommnen. Vereinige die Menschheit mit einer lebendigen, neuen Sprache.

Ich gebe zu, dass mich diese „Botschaft“ stutzig gemacht hat, insbesondere das erste „Ziel“, die Menschheit für ein ewiges Gleichgewicht mit der Natur unter 500 Millionen Menschen zu halten. Nun war im Jahre 1978 die hier genannte Zahl einer „naturverträglichen Menschheit“ mit fast 4,3 Milliarden Menschen schon weit überschritten. Und es ist sicher richtig, dass eine sich explosionsartig ver-mehrende Weltbevölkerung zur Ausbeutung unseres Planeten führt mit allen entsprechenden Konsequenzen. Was also soll(te) diese Botschaft – und in wessen Auftrag ist sie erfolgt?

Wie wollte und könnte man das „Ziel“ (?) einer Bevölkerungsverminderung erreichen? Die klassischen Beispiele sind Kriege und Seuchen. Die Schwarze Pest hat im 14. Jahrhundert fast zwei Drittel der europäischen Bevölkerung hinweggerafft. Im Dreißigjährigen Krieg sind gut ein Drittel der „deutschen“ Bevölkerung an den Kriegshandlungen, Hungersnöten und Seuchen verstorben. Ist es völlig von der Hand zu weisen, dass es „Kräfte“ gibt, die bewusst Kriege inszenieren? Man denke nur an den zweiten Irakkrieg. Die am 5. Februar 2003 vom amerikanischen Außenminister Colin Powell dem UN-Sicherheitsrat vorgelegten „Beweise“ von Massenvernichtungswaffen im Irak waren letztlich eine Mär, haben aber den notwendigen Kriegsgrund geliefert. Und für den Menschen gefährliche Seuchen? Was wird in den Laboren dieser Welt herangezüchtet? Ich denke nur an Anthrax und andere Stoffe, die durch Genmanipulationen noch gefährlicher gemacht werden als die in der Natur vorkommenden.

Vermutlich wird der eine oder andere unter Ihnen denken: Das sind doch alles Verschwörungstheorien! Dazu möchte ich den ehemaligen amerikanischen Präsidenten Franklin D. Roosevelt (1933 – 1945) zitieren, der gesagt hat: „In der Politik geschieht nichts zufällig. Wenn etwas geschieht, kann man sicher sein, dass es auch auf diese Weise geplant war.“

Die Idee der „One World“

Ist die in den USA – und zwar über Jahrzehnte hinweg und von verschiedenen Präsidenten und deren Think Tanks – propagierte und angestrebte „One World“ tatsächlich nur eine Chimäre? Die eine, geeinte Welt – hört sich das nicht wunderbar an? Verspricht dies nicht das Paradies auf Erden?

Präsident Franklin D. Roosevelt strebte eine neue Weltordnung auf liberaler Grundlage an, in der Amerika als stärkster Wirtschaftsmacht automatisch die Schlüsselstellung zufallen werde. Dieser Traum Roosevelts von der Einen Welt (One World) ist nach dem Zweiten Weltkrieg am Ost-West-Konflikt gescheitert, weil die ideologischen Gegensätze eine machtpolitische Dimension erhalten hatten.

Nach dem Ende des Kalten Krieges schien dieses Ziel näher gerückt zu sein. Präsident George Bush verkündete in seinem Bericht zur Lage der Nation am 29. Januar 1991, dass die neue Weltordnung eine „großartige Idee“ sei, in der „unterschiedliche Nationen in einer gemeinsamen Sache zusammenstehen, um die universellen Hoffnungen der Menschheit zu verwirklichen: Frieden und Sicherheit, Freiheit und Rechtsstaatlichkeit.“ Dabei war klar, dass sich die Grundprinzipien der neuen Weltordnung am amerikanischen Demokratiemodell zu orientieren haben und dass die USA selbstverständlich den Führungsanspruch erheben.

George W. Bush nutzte schließlich den Anschlag vom 11. September 2001 auf das World Trade Center, um mit dem „war on terror“ die weitere Richtung vorzugeben: Allein die USA bestimmen das Tempo und die – durchaus gewünschte – Schwäche der EU fördert die Stärke der USA.

Foto: Susan Sterner

Neben den üblichen Verbündeten bei solchen Aktionen (England, Australien) wurde eine „Koalition der Willigen“ – immerhin 43 Mitglieder (!) – gebildet, die sich dem nach Einschätzung des Kölner Völkerrechtlers Björn Schiffbauer „völkerrechtswidrigen Krieg der USA““ angeschlossen haben. Zwar hatte Deutschland offiziell den USA die Gefolgschaft verweigert, aber wie der frühere Bundeswehr-Major Florian Pfaff gegenüber der DW berichtete, habe sich die Bundeswehr massiv am Irak-Krieg beteiligt: „Die Bundeswehr hat zum Beispiel die Awacs bestückt, hat die US-Kasernen bewacht, damit die US-Soldaten freigesetzt werden für den Krieg. Sie hat logistische Hilfe geleistet, das geht von bereitgestellten Socken bis zum Bomben.“ (1)

Die Skeptiker wussten schon damals, dass dieser Krieg auf Lügen aufgebaut war. Er hat nicht nur Hunderttausende Opfer im Irak gekostet, sondern den Mittleren Osten auch ins Chaos gestürzt. Tatsächlich gehört der „arabische Frühling“ in Nordafrika (Ägypten, Libyen, Syrien) ebenfalls in diese „Politik“. Man mag an demokratieförderliche und humanitäre Aktionen in diesem Zusammenhang nicht mehr glauben, ging es doch in allen Fällen um die Ausdehnung des eigenen Einflussbereichs und nur vordergründig um die Entfernung von Diktatoren. Das Ergebnis des Eingreifens der USA ist jedenfalls überall Chaos und keine Befriedung gewesen bzw. ist es immer noch.

Die USA, die weitgehend für die Destabilisierung des Nahen Ostens und Nordafrikas verantwortlich sind und damit erst die enormen Flüchtlingswellen nach Europa ausgelöst haben, nehmen von diesen Flüchtlingen nur ausgesuchte Personen auf, die ihren Ansprüchen genügen bzw. dem Land auch Vorteile erbringen.

Die EU ließ sich im Windschatten der USA zu „humanitären Interventionen“ verleiten. Mit dem Krieg in Syrien wurde eine beispiellose Flüchtlingswelle ausgelöst, die sich zunächst auf die Nachbarländer verteilte, aber zunehmend nach Europa überschwappte. Wie es heißt, haben die USA nur einen Teil ihres UN-Beitrages bezahlt, so dass die Flüchtlingshilfe an Geldmangel litt.

Da schien es doch einfacher zu sein, sich gleich gen Europa aufzumachen, um der dortigen Segnungen teilhaftig zu werden. Und plötzlich waren es nicht nur „Syrer“, die vor dem Bürgerkrieg flohen, sondern immer mehr Schwarzafrikaner, die das gelobte Land Deutschland – auch gerne als „Germoney“ bezeichnet – als Zufluchtsort entdeckten. Dass diese ungesteuerte (?) Völkerwanderung massive Veränderungen in vielen EU-Staaten auslösen würde, wurde sehr schnell klar, schien aber den Verantwortlichen in den Regierungen und der EU-Kommission gleichgültig zu sein. Vor allem Deutschland wurde – wieder einmal vor dem Hintergrund „seiner Geschichte“ – zum attraktivsten Aufnahmeland.

Aber das allein reicht noch nicht. Die „Weltverbesserer“ plan(t)en noch mehr. Ein „Globaler Migrationspakt“, der im Dezember 2018 in Windeseile in Marrakesch unterzeichnet wurde, wird dazu beitragen, den großen Bevölkerungsaustausch zu forcieren. Dieser Pakt, der die Interessen der europäischen Völker missachtet und einen Angriff auf die freie Meinungsäußerung enthält, läutet das Ende eines Europas ein, wie wir es kannten: basierend auf der griechisch-römischen Kultur, mit christlicher Prägung und gestützt auf die Aufklärung.

Bei all dem stellt sich die Frage, ob es tatsächlich ausschließlich um Hilfe für Flüchtlinge ging oder ob nicht doch ein ganz anderes Ziel, das aber durch den angeblichen „humanitären Anstrich“ verdeckt werden sollte, dahintersteckte. Was man täglich in den Großstädten – und nicht nur dort – erleben kann, zeigt eine Vision Europas auf, wie man sie sich noch vor zwei Generationen nicht im Traum hätte vorstellen können. 

Die Idee eines Völker- und Rassengemischs in Europa ist keineswegs neu. Ein bedeutender Vertreter dieser Zukunftsvision war Richard Nikolaus von Coudenhove-Kalergi, Spross eines österreichisch-ungarischen Diplomaten und einer Japanerin. 1922 gründete er die Paneuropa-Union, zu der zahlreiche bekannte Persönlichkeiten stießen, darunter Aristide Briand, Konrad Adenauer, Thomas Mann, Albert Einstein und Sigmund Freud. Coudenhove-Kalergis Traum war ein vereintes Europa mit Englisch als offizieller Sprache. Für die damalige Zeit sicher ein ungewöhnliches Projekt, wenn auch nach dem schrecklichen Großen Krieg durchaus nachvollziehbar.

In seinem Werk „Praktischer Idealismus“ (2) trat er für die Entstehung einer „eurasisch-negroiden“ Mischrasse ein, deren Eigenschaften er folgendermaßen beschrieb:  Mischlinge verbinden „vielfach Charakterlosigkeit, Hemmungslosigkeit, Willensschwäche, Unbeständigkeit, Pietätlosigkeit und Treulosigkeit mit Objektivität, Vielseitigkeit, geistiger Regsamkeit, Freiheit von Vorurteilen und Weite des Horizontes“.  (Coudenhove, S.21)

Zwar sah er in den Juden nicht „den neuen Adel“, trotzdem schrieb er ihnen eine führende Rolle zu, denn sie seien der „Schoß, aus dem ein neuer, geistiger Adel Europas hervorgeht, der Kern, um den sich ein neuer, geistiger Adel gruppiert“. Die Wesenszüge der jüdischen Helden und Märtyrer – so Coudenhove – „die sie einst zu Schöpfern der christlichen Weltbewegung gemacht haben (…) stellen sie heute an die Spitze der sozialistischen“.  Und er fährt fort: „Mit diesen beiden Erlösungsversuchen geistig-sittlichen Ursprunges hat das Judentum die enterbten Massen Europas reicher beschenkt als irgendein zweites Volk. Wie denn auch das moderne Judentum durch seinen Prozentsatz an bedeutenden Männern alle übrigen Völker übertrifft.“ (Coudenhove, S. 51)

In seiner Vorstellung werde „der Adelsmensch der Zukunft (…) weder feudal noch jüdisch, weder bürgerlich noch proletarisch (sein): er wird synthetisch sein. Die Rassen und Klassen im heutigen Sinne werden verschwinden, die Persönlichkeiten bleiben.“ (S. 55) Die Abschaffung des Adels und die Nivellierung der Menschheit durch den Sozialismus machen den Weg frei für die „Züchtung des (neuen) Adels“ und die „Differenzierung der Menschheit“: „In der sozialen Eugenik liegt seine (des neuen Adels, G.I.) höchste historische Mission, die er heute noch nicht erkennt: aus  ungerechter Ungleichheit über Gleichheit zu gerechter Ungleichheit zu führen, über die Trümmer aller Pseudo-Aristokratie zu echtem, neuem Adel.“ (S. 57) Soweit Coudenhoves Zukunftsvision, was auch immer man sich darunter vorstellen mag!

Coudenhove-Kalergi war nicht irgendein unbekannter Spinner, sondern gilt als der Vordenker Europas. Er war der erste, der für seine Verdienste „für Europa“ 1950 den Karlspreis der Stadt Aachen erhielt. Bis zu seinem Tod im Jahre 1972 wurde er mit vielen weiteren Preisen ausgezeichnet. Zu den Preisträgern eines nach ihm benannten Preises gehören Helmut Kohl und Angela Merkel ebenso wie Jean-Claude Juncker.

Seit 1954 gibt es die „Bilderberger“, benannt nach dem ersten Tagungshotel in den Niederlanden, Hotel Bilderberg. Mitbegründer dieser Vereinigung war Prinz Bernhard der Niederlande. Seither werden Jahr für Jahr mehr als 100 prominente Personen aus Politik und Wirtschaft zu einer Konferenz an einen meist etwas abgelegenen Ort eingeladen, um über gewichtige, die Weltpolitik betreffende Probleme zu sprechen. Seit wenigen Jahren wird zwar der Ort der Zusammenkunft – und sogar die Gästeliste – veröffentlicht, allerdings dringt nichts von den dort geführten „Gesprächen“ nach draußen. Nur ausgewählte Journalisten sind zugelassen, die allerdings wie die erlauchten Teilnehmer der Konferenz zu absolutem Schweigen verpflichtet werden. Nach eigener Aussage handelt es sich um „informelle Treffen von einflussreichen Personen aus Wirtschaft, Politik, Militär, Medien, Hochschulen, Hochadel und Geheimdiensten, bei denen Gedanken über aktuelle politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Themen ausgetauscht werden.“ Besonders interessant ist es zu verfolgen, wer von den eingeladenen Gästen sich kurz danach an entscheidenden Funktionsstellen in Politik und Wirtschaft wiederfindet.

Das diesjährige Treffen der Bilderberger fand vom 30. Mai bis 2. Juni im schweizerischen Montreux statt. Zu den 130 geladenen Gästen – übrigens ausschließlich führende Persönlichkeiten des Westens – gehörten Ursula von der Leyen und Annegret Kramp-Karrenbauer. Am 16. Juli wurde Frau von der Leyen zur Kommissionspräsidentin der Europäischen Union gewählt, nachdem sie als neue Kandidatin nach den zunächst „gehandelten“ Kandidaten Manfred Weber und Frans Timmermans „aus dem Hut gezaubert“ worden war. Das Abstimmungsergebnis für sie fiel zwar keineswegs überwältigend aus, spielt letztendlich aber keine Rolle. Und Frau Kramp-Karrenbauer? Sie wurde am 27. Juli als neue Verteidigungsministerin vereidigt. (Nach anderen Meldungen soll sie aber kurzfristig ihre Teilnahme an der Konferenz abgesagt haben.) Natürlich alles reiner Zufall!

Die auf der Tagesordnung stehenden Themen der „informellen“ Gespräche waren u.a. „Der Gebrauch sozialer Medien als Waffe“, „Die Zukunft des Kapitalismus“, „Was kommt als nächstes für Europa?“ (sic!) und wie immer auch „Die Verringerung der Weltbevölkerung“. Ein Schelm, der Böses dabei denkt! Gründer und treibende Kraft hinter den „Bilderbergern“ war der Bankier David Rockefeller (U 2017) und dessen „Schützling“ Henry Kissinger. Trotz angeblicher Transparenz darf nicht einmal ein Redetext an die Öffentlichkeit gelangen.

Welche Rolle spielt die UNO? Erst kürzlich hat sie die europäischen Staaten erneut aufgefordert, Millionen von afrikanischen Flüchtlingen aufzunehmen. Selbsternannte Gutmenschen führen ihren eigenen Kampf – wie das Beispiel der Kapitänin der Sea Watch 3, Carola Rackete, zeigte. Hinter solchen vermeintlichen Rettungsaktionen stehen internationale Geldgeber wie der „honorige“ George Soros, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, die europäischen Länder nach seinen Vorstellungen umzuwandeln und dies mithilfe seiner Stiftungen durchzusetzen.

Die Realität in allen Vielvölkerstaaten der Vergangenheit hat gezeigt, dass ein Nebeneinander nur unter einer Diktatur funktioniert. Erleben wir deshalb – trotz allen Wortgeklingels – die allmähliche Aushöhlung demokratischer Strukturen? Wer kann sich wirklich noch vorstellen, dass die unterschiedlichsten Kulturen und Religionen in einem Land friedlich zusammenleben können – ohne dass eine Mehrheit existiert, die den Rahmen vorgibt? Ist damit nicht der Bürgerkrieg vorprogrammiert mit Allianzen, die wir jetzt schon erahnen können? Für die Folgen eines Bürgerkrieges gibt es genügend Beispiele. Eines ist jedoch sicher: Eine dieser Folgen ist die Dezimierung der jeweiligen Bevölkerung, ein Zusammenbrechen der Infrastruktur, Hungersnöte mit weiteren Toten. Wollen wir das wirklich?

Alles nur Verschwörungstheorie?

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  1.  https://www.dw.com/de/irak-krieg-am-anfang-stand-die-l%C3%BCge/a-43279424
  2. Coudenhove-Kalergi, R.N., Praktischer Idealismus – Adel – Technik – Pazifismus, Paneuropa Verlag, Wien – Leipzig 1925
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