Das zweite Deutsche Kaiserreich – besser als sein Ruf?

Vᴏɴ Gᴀʙʀɪᴇʟᴇ Iᴘsᴇɴ.

„Im Erfolg einer Wirtschaft spiegelt sich der Freiraum des einzelnen wider.“
Adam Smith, schottischer Nationalökonom, An inquiry into the nature and causes of the wealth of nations, London 1776

Die heutigen Urteile über das Deutsche Kaiserreich sind vorwiegend negativ. Diese zum Teil überheblichen Beurteilungen liegen unter anderem daran, dass man die demokratischen Verhältnisse von heute zum Maßstab nimmt und auf eine „Gesamtschau“ verzichtet. So scheint es nachvollziehbar, dass das zweite Deutsche Kaiserreich (1871 bis 1918) eine schlechte „Presse“ hat.

Für eine ausgewogene Beurteilung ist es sinnvoll, Vergleichsobjekte der damaligen Zeit heranzuziehen, wie z. B. England und Frankreich, und sich auch die Bilanz der 47 Jahre „Kaiserzeit“ anzuschauen, aufgeschlüsselt nach verschiedenen Bereichen: Außenpolitik, Innenpolitik, Wirtschaft, Kultur. Ein Vergleich mit der Bundesrepublik zum jetzigen Zeitpunkt fällt möglicherweise sehr zu Ungunsten der letzteren aus.

Die „Reichsgründung von oben“

Das zweite Deutsche Kaiserreich verdankt seine Entstehung Otto von Bismarck. Zweifelsohne war diese „Reichsgründung von oben“ sein Werk, einschließlich der Verfassung, die er diesem Reich gegeben hat. Der Sieg über Frankreich 1870/71 bot die einmalige Gelegenheit, die Reichseinigung durchzusetzen. In seiner Rede vor dem preußischen Abgeordnetenhaus am 30. September 1862 hatte Bismarck darauf hingewiesen, dass „nicht durch Reden und Majoritätsbeschlüsse (…) die großen Fragen der Zeit entschieden (werden) – das ist der große Fehler von 1848 und 1849 gewesen – sondern durch Eisen und Blut“. (1)  Dieses Zitat, das aus dem Zusammenhang gerissen den Anschein erweckt, als sei Bismarck ein kriegslüsterner Mensch gewesen, ist anlässlich der Debatte im Abgeordnetenhaus um die Heeresreform in Preußen gefallen. Es ging um eine Anpassung des Heeres an die gewachsene Bevölkerungszahl.

Hatte Bismarck mit seiner Einschätzung nicht recht? Der Versuch, 1848/49 eine Reichsgründung zustande zu bringen, ist gescheitert. Zu viele Hindernisse standen der Einigung im Wege – zu weit gesteckte Ziele, die Uneinigkeit der revolutionären Kräfte, die Machtlosigkeit der Paulskirche, die Ablehnung der Kaiserkrone durch Friedrich Wilhelm IV. von Preußen, weil ihm diese nicht von Seinesgleichen angeboten worden war. Die Gegenrevolution gewann an Stärke, und letzten Endes spielte auch die Haltung der anderen Großmächte eine Rolle, die diese Reichsgründung und damit die Entstehung einer starken Macht im Zentrum Europas verhindern wollten.

Der französische Außenminister Jules Bastide machte 1848 zu einem Zeitpunkt, als die deutsche Revolution noch Erfolg zu haben schien, deutlich, dass Frankreich diese Reichseinigung nicht akzeptieren würde: „Wir werden einen Triumph der demokratischen, nach Einheit strebenden Tendenzen in Deutschland bekämpfen, wir werden durch unsere moralische Stütze die deutschen Fürsten halten; und deshalb werden wir auch keine Gesandten einer deutschen Zentralgewalt in Paris empfangen.“ (zit. nach Bödecker, S. 78)

Und 1866, nach dem preußisch-österreichischen Krieg und der Gründung des Norddeutschen Bundes, erklärte Adolphe Thiers, Führer der Opposition in der französischen Kammer und späterer Ministerpräsident: „Der oberste Grundsatz europäischer Politik seit dem Westfälischen Frieden (1648) ist, daß Deutschland sich aus unabhängigen Staaten zusammensetzt. Wenn die deutschen Einzelstaaten in Deutschland aufgehen, so ist dies ein Attentat gegen Europa.“ (zit. nach Bödecker, S. 78)

Bismarck war also bewusst, dass Frankreich alles tun würde, um eine Einigung Deutschlands zu verhindern, diese konnte nur durch eine militärische Niederlage Frankreichs erreicht werden. So nutzte er die Gelegenheit der diplomatischen Ungeschicklichkeit des französischen Gesandten in der Frage um den Hohenzollernprinzen Ludwig, um den Fehdehandschuh hinzuwerfen.

Das Spiel mit den fünf Bällen

Nach der Reichsgründung verkündete Bismarck, dass Deutschland „gesättigt“ sei, d.h. keinen Anspruch auf weitere Territorien erhebe – Elsass-Lothringen ist weitgehend aus militärischen Gründen als Reichsland in das Deutsche Reich integriert worden. Aber das Bewusstsein der gefährlichen geostrategischen Lage Deutschlands führte – wie er im Kissinger Diktat vom 15. Juni 1877 ausführte – dazu, dass er ein Bündnissystem knüpfte, durch das Frankreich, das auf Rache sann – und zwar schon seit Sadowa (Königgrätz) 1866 –, isoliert wurde. Eine französische Zeitung hatte geschrieben, dass Bismarck ‚le cauchemar des coalitions‘ (den Alptraum von Koalitionen) habe, was dieser damit kommentierte, dass „diese Art Alp (…) für einen deutschen Minister noch lange, und vielleicht immer, ein sehr berechtigter bleiben“ werde.“ (2)


Auf dem Gemälde von Anton von Werner wird die abschließende Sitzung des Berliner Kongresses am 13. Juli 1878 in der Reichskanzlei dargestellt, wobei die Komposition die damalige Mächtekonstellation ausdrückt

Nach seinem Tod haben die Nachfolger im Kanzleramt das „Spiel mit den fünf Bällen“ (Großmächten) nicht mehr verstanden bzw. sie wollten und konnten es nicht spielen. So kam es, dass der Rückversicherungsvertrag mit Russland 1890 nicht mehr erneuert wurde und damit ein für Deutschland gefährliches Bündnis zwischen Frankreich und Russland (Zweifrontenkrieg!) möglich wurde.

Das angeblich so militaristische Deutsche Kaiserreich hat seit seinem Bestehen bis 1914 keine Kriege geführt, anders als die europäischen Großmächte England (4) und Russland (2). Auch der „Vorläuferstaat“ Preußen kommt im internationalen Vergleich im 19. Jahrhundert gar nicht so schlecht weg. Das Vorurteil der Militarisierung ist übertrieben, schaut man sich die jeweiligen Militärausgaben an:  1913 betrugen sie in Deutschland 1.476,1 Mio. Mark, was 22 Mark pro Einwohner bedeutete, England gab 1.520,4 Mio. Mark aus (33 Mark/pro EW), Frankreich 1.178,0 Mio. (30 Mark/pro EW), Russland 1.230,0 Mio. Mark (8 Mark /pro EW).

Zwar lässt sich nicht leugnen, dass Uniformen sehr beliebt waren, aber damit verbunden war auch der allgemeine Sinn für Ordnung und Disziplin, Eigenschaften, die auch zum wirtschaftlichen Erfolg Deutschlands beigetragen haben.

Mit dem Erwerb von Kolonien („ein Platz an der Sonne“) war Deutschland auf eine größere Handelsflotte angewiesen. Zu deren Schutz war auch eine Kriegsmarine vonnöten.  Das Flottenbauprogramm stieß in England auf wenig Gegenliebe, fürchtete man doch die Konkurrenz. Wie Sebastian Haffner es so schön formuliert hat: „In Europa herrscht Gleichgewicht und außerhalb Europas herrscht England.“ An diesem Selbstverständnis Englands durfte nicht gerüttelt werden.

Mit dem Beginn des deutschen Flottenausbaus begann ein Wettrüsten, weil England um seine Weltmachtstellung fürchtete. Die deutsche Marine verfügte 1914 über 42 Großkampfschiffe und eine gesamte Kriegsflotte von 1.273.600 t, England über 101 Großkampfschiffe und eine Gesamttonnage von 2.857.300 t, Frankreich 38 Großkampfschiffe mit 1.003.400 t. Das heißt, die Überlegenheit der Entente-Mächte war nicht zu leugnen. Nimmt man noch Russland dazu, waren die Zahlen noch eindeutiger.

Demokratiedefizite

Insbesondere wird der Mangel an demokratischen Strukturen kritisiert. Für Eckard Conze war es schlicht ein autoritärer Staat, in dem der Kaiser eine übergroße Machtfülle besaß. Neben den Länderverfassungen gab es eine Reichsverfassung, in der das allgemeine, gleiche und geheime Wahlrecht für Männer ab 25 Jahren festgeschrieben war. Das Wahlrecht für Frauen wurde am 12. November 1918 beschlossen und kam am 19. Januar 1919 zum ersten Mal bei den Wahlen zur Nationalversammlung zur Anwendung.

Gleichzeitig galt im größten Einzelstaat innerhalb des Reiches, Preußen, noch bis 1918 das Dreiklassenwahlrecht: Jeweils ein Drittel der Abgeordneten wurde von den drei Ständen gewählt, wobei das Verhältnis Wähler zu Abgeordneten in den drei Klassen sehr unterschiedlich war. Nichtsdestoweniger konnte sich das männliche Wahlvolk auf Reichsebene Gehör verschaffen. So war es auch nicht verwunderlich, dass die SPD ihren Stimmenanteil bis 1912 stetig vergrößern (34,8 %) konnte und damit die stärkste Fraktion im Reichstag war.

Auch hier lohnt ein Vergleich mit anderen europäischen Staaten. In England, das gerne als Mutterland der Demokratie bezeichnet wird, gab es die ersten allgemeinen, gleichen und geheimen Wahlen erst ab 1918 (bis dahin durften nur etwa 52% der Männer wählen), jedoch blieb das Wahlrecht zunächst weiterhin auf die Frauen über 30 eingeschränkt, die selbst oder ihre Ehegatten das an Besitz gebundene kommunale Stimmrecht besaßen. Volle elektorale Gleichberechtigung wurde ihnen erst am 2. Juli 1928 gewährt. in Frankreich gab es zwar Wahlen ab 1848, allerdings mit Wahlmanipulationen. Ansonsten galten in der Regel Wahlrechtseinschränkungen. Das Frauenwahlrecht wurde in Frankreich erst 1944 eingeführt.

Aber man sollte auch nicht übersehen, dass es nicht allein um das Wahlrecht oder die Abhängigkeit der Regierung von einem Parlament geht. Ist es nicht vielmehr so, dass das parlamentarische System vor allem den Parteien und ihren Funktionären nutzt und weniger der Bevölkerung als Ganzem? Erleben wir nicht zunehmend – trotz allgemeinem Wahlrecht –, dass „am Volk vorbei“ regiert wird? Die Hauptaufgaben des Staates sind: für Rechtssicherheit zu sorgen, den Frieden zu wahren – auch den inneren –, die Sicherheit der Bürger zu gewährleisten und seine Souveränität zu erhalten. Wie ist es damit im heutigen Deutschland bestellt?

Die amerikanische Historikerin Margaret Lavinia Anderson hat in ihrer Untersuchung „Lehrjahre der Demokratie – Wahlen und politische Kultur im Kaiserreich“ festgehalten, dass „die häufige Erfahrung des Wahlkampfes und Wahlaktes (…) die Akzeptanz der Demokratie gestärkt (habe). Immerhin fand in Bayern durchschnittlich alle zwei Jahre eine Reichs- oder Landeswahl statt, in Preußen sogar alle 21 Monate. Eine Wahlbeteiligung von über 80% war nicht selten. Die Parteien und politischen Gruppierungen setzten sich mit ihren Gegnern zumeist ernsthaft inhaltlich auseinander. Abweichende Meinungen wurden grundsätzlich akzeptiert. In der Regel führte man offene Debatten und nutzte kreativ ein breites Aktionsspektrum für die Propagierung von Ideen und Programmen.“ (Anderson, S. 13) Sieht so „autokratisches“ Gebaren aus?

Erfolgreiche Wirtschafts- und Wissenschaftsnation

Deutschland gehörte zu Beginn des 20. Jahrhunderts zu den erfolgreichsten Wirtschafts- und Wissenschaftsnationen. Sein rasanter wirtschaftlicher Aufschwung rief die Neider auf den Plan, wie bereits an anderer Stelle beschrieben. In drei Bereichen wurde es führend: Maschinenbau, chemische und Elektroindustrie. Die Wissenschaftssprache war Deutsch. Deutschland stellte 17 Nobelpreisträger in Medizin und Naturwissenschaften, England 8, Frankreich 7 und die USA 2. Diese Position konnte es nur erringen, weil verschiedene Voraussetzungen gegeben waren. Erstens war Deutschland ausgesprochen innovativ. Dazu trug auch die Fortschrittsbegeisterung von Kaiser Wilhelm II. bei, der sich nicht nur für Technik interessierte, sondern auch entsprechende Anstöße gab. Außerdem war das Schul- und Ausbildungssystem sehr gut ausgebaut und breit gefächert. Im Vergleich zu England mit 9,6% und Frankreich 10,0% war die Analphabetenrate In Deutschland mit 0,9 % verschwindend gering – Vergleichsdatum: 1900. Im Gegensatz dazu waren 2011 nach einer Studie der Universität Hamburg ca. 4% bzw. 2 Millionen der Erwachsenen totale sowie mehr als 14 % bzw. 7,5 Millionen funktionale Analphabeten. In den Jahren 1996 bis 2016 blieb Deutschland mit 8 Nobelpreisen weit hinter den USA (90), dem Vereinigten Königreich (20) und Japan (15) zurück. Auch hier zeigt sich der Niedergang des deutschen Bildungswesens, in dem immer weniger Leistung gefragt ist, und statt dessen „Gender-Forschung“ und „Ringelpiez mit Anfassen“ gefördert wird.

So viel zur heutigen Bildungspolitik!

1910 betrug die Bücherproduktion pro 100.000 Einwohner in Deutschland 31.280 Stück, in England 8.470 und in Frankreich 12.615 Stück, was sicherlich auch einiges über den Bildungsgrad aussagt!

Die Steuern waren im Vergleich zu heute außerordentlich gering. 1913 betrug die jährliche Steuerlast in Deutschland pro Kopf in Mark 54,62 (direkte Steuern 30,89 Mark + indirekte Steuern 23,73 Mark). In England und Frankreich lag die entsprechende Steuerlast bei 89,92 bzw. 72,10 Mark. Die für den deutschen Kopfverbrauch geltende Steuerlast von 54,62 entspricht in etwa 524 Euro (Stand 2001). Eine OECD-Untersuchung von 2017 zeigt auf, dass Deutschland weltweit an der Spitze der Steuer- und Abgabenbelastung steht, dabei sind die indirekten Steuern noch gar nicht enthalten!

Sozialgesetzgebung

Und war nicht das Kaiserreich federführend in der Sozialgesetzgebung? Es war Bismarck, der auch gegen parlamentarische (sic!) Widerstände dafür gesorgt hat, dass die Arbeiterschaft durch die Einführung einer Krankenversicherung (1883), einer Unfallversicherung (1884) und einer Alters – und Invalidenversicherung (1889) besser abgesichert werden sollte. Spielt es da wirklich eine Rolle, dass er dadurch den Sozialdemokraten das Wasser abgraben wollte? Das liberale Prinzip des „laissez-faire“ war damit in Deutschland auch im sozialen Bereich durchbrochen. Diese Ideen und Prinzipien sind mit unterschiedlichen Auswirkungen von Deutschland aus über die ganze industrielle Welt verbreitet worden.

Ein weiterer Aspekt für einen funktionierenden und prosperierenden Staat ist eine effiziente Verwaltung. Theodor Eschenburg äußerte anlässlich seines 90. Geburtstages, dass „nur mit einer in Rechtsstaatlichkeit eingebundenen Verwaltung (…) das Überleben eines Staates möglich (ist), und zwar unabhängig von den moralischen, politischen und intellektuellen Qualitäten der Parlamentarier, Funktionäre und Regierungsvertreter.“ (zit. nach Bödecker, S. 58)

Kunst und Kultur

Auch im Bereich der Kunst ist ein Aufbruch in die Moderne zu erkennen, sowohl in der Malerei, Musik und Literatur, im Theater und in Städtebau und Architektur, wo eine Vielzahl neuer Stile und Formen entwickelt wurden. Man denke auch an die Reformbewegung, die zahlreiche Lebensbereiche erfasste. Aber gleichzeitig blieb trotz aller Neuerungen die Kultur auch weiterhin von gesellschaftlicher Tradition geprägt.

Fazit

Professor Wilhelm Röpke, deutscher Ökonom und Sozialphilosoph, der als einer der geistigen Väter der Sozialen Marktwirtschaf gilt, sah in einem obrigkeitlichen Staat ein unübersteigbares Hindernis für die Selbständigkeit der einzelnen Wirtschaftseinheiten, das Rückgrat einer florierenden Wirtschaft. Heißt das nicht im Umkehrschluss, dass eine innovative und erfolgreiche Wirtschaft und das Vorliegen von staatlichen Rahmenbedingungen dem einzelnen Freiraum und Unabhängigkeit einräumt? Und ist nicht unter dieser Prämisse das Kaiserreich außerordentlich erfolgreich gewesen?

Im Kaiserreich gab es eine recht offene, scharfzüngige und bunte Presselandschaft, deren Zielscheibe oft der Kaiser war. Mir ist nicht bekannt, dass die Zeitungen, die den Kaiser und seine Entourage angriffen, verboten worden wären bzw. ihre Publikationen einschränken mussten – und die Anwürfe waren zum Teil unter der Gürtellinie! In der heutigen weithin gleichgeschalteten Presse- und Medienlandschaft grenzt es nahezu an Hochverrat, wenn die Merkel‘sche Flüchtlingspolitik kritisiert wird.

Prof Wilhelm Röpke schrieb 1950 über die „Massengesellschaft und ihre Probleme“: „Man denkt an die Verflachung, Einebnung, Unselbständigkeit, Herdenhaftigkeit und banale Durchschnittlichkeit des Denkens, die wachsende Herrschaft der Halbbildung, die Zerstörung der Hierarchie, der geistigen Leistungen und Funktionen. Das Schicksal der klassischen Bildung in unserer Massengesellschaft scheint deshalb besiegelt, weil sie von Massenmenschen mit einem wahren Haß, dem Haß desjenigen verfolgt wird, für den diese Bildung schon wegen der von ihr geforderten geistigen Disziplin außer Reichweite ist. Es ist die Einebnung der geistigen „Einkommensunterschiede“ nicht nach oben, sondern nach unten.“ (zit. nach Bödecker, S. 26) Diesen Zustand haben wir zweifelsohne erreicht!

Überschaut man die verschiedenen Bereiche, so muss man – leider – feststellen, dass unser Staat und sein Gemeinwesen im Niedergang begriffen sind. Hinzu kommt: Preußen-Deutschland zeichnete sich durch Realitätssinn aus – etwas, was man heute in Deutschland schmerzlich vermisst!

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